Geschichte des Vereins

 

Der KGV Sternhöhe Wahren e.V. gehört auch schon zu den 100-jährigen. Das Vereinsregister beim Königlichen Amtsgericht hat den Verein unter dem Namen Leipzig-Wahren unter der Nr. 100 am 16.8.1904 eingetragen. Die Goldene Höhe, dann umbenannt in Sternhöhe, wurde am 20.4.1911 und der Verein Am Viadukt 1928 gegründet.1968 erfolgte dann der Zusammenschluss der drei Vereine zur Sparte Hans Beimler. Nach der Wiedervereinigung wurde dann am 15.5.1990 der Verein unter dem Namen Sternhöhe Wahren wieder in das Vereinsregister eingetragen. Die drei Bereiche Leipzig-Wahren, Sternhöhe und Am Viadukt wurden Kolonien im Verein mit den Bezeichnungen Alte Wahrensche Gärten, Sternhöhe und Am Viadukt.

 

Der KGV Leipzig Wahren

In der ersten Satzung des KGV Leipzig-Wahren ist dokumentiert, dass Frauen zwar Mitglied im Verein werden können, aber bei der Wahl kein Stimmrecht haben. So war die Gleichberechtigung wohl damals. Eine weitere Regelung für die Entscheidungen in der Generalversammlung bestimmte, dass bei Stimmengleichheit ein Los entscheidet.

Zum 25-jährigen Jubiläum haben die Frauen für den Verein eine Fahne angefertigt, deren Vorderseite das Wahrzeichen des Vereins ist.
Sie ist heute noch im guten Zustand vorhanden.

Die Sternburg-Brauerei war offensichtlich der Bierlieferant. Zum 50-jährigen Jubiläum ist in der Festrede nachzulesen, dass der Verein überzeugt sei, dass die Sternburg-Brauerei durch ihn groß und wohlhabend geworden sei.

Über den Verein Goldene Höhe/Sternhöhe ist bekannt, dass es immer wieder juristischen Streit um das Pachtland gegeben hat. Der Eigentümer wollte das Land wieder zurückhaben, aber das Gericht hat den Pachtvertrag immer wieder verlängert. 1958 konnte dann endlich ein unbefristeter Pachtvertrag abgeschlossen werden.

 

Seltsame Anträge

Einen recht eigensinnigen Gartenfreund hat der Verein erlebt. Nach der Errichtung eines Vereinshauses war dann dort auch die Möglichkeit, Bier zu trinken. Dieser Gartenfreund hat dann einen Antrag an das Amtsgericht gestellt mit der Forderung, dem Verein die Rechtsfähigkeit wieder zu entziehen, weil Nichtmitglieder im Vereinsheim auch Bier trinken konnten. Das Gericht hat diesen Antrag sofort abgewiesen.

 

Die Vereinsfahne

Die Frauen des Vereins haben durch Spenden dem Verein ebenfalls eine Fahne geschenkt. Auch diese Fahne ist nochvorhanden.

 

Veränderungen nach dem Krieg und nach der Wiedervereinigung

Der Verein Am Viadukt ist erheblich vergrößert worden, nachdem die Baumaßnahmen in Möckern eine Reihe von dort vorhandenen Gartenflächen in Anspruch genommen hatten und ein Großteil der Kleingärtner im Bereich Am Viadukt einen Garten gepachtet hat.

Im Jahre 1992 verfügte der KGV Sternhöhe Wahren über 478 Gärten. Durch die Baumaßnahmen zur neuen B 6 wurde der Bestand auf 407 Gärten reduziert. Betroffen von der Reduzierung sind die Kolonien Alte Wahrensche Gärten und Am Viadukt.

Der KGV verfügt über eine Brauchwasserversorgung für alle Gärten. Trinkwasser kann an Entnahmestellen entnommen werden. Die Stromversorgung wurde bis 2010 durch zwei vom Verein unabhängige Stromgesellschaften gesichert. Die Teilnahme an der Stromversorgung ist jedem Gartenfreund freigestellt. Eine Stromgesellschaft hat sich 2010 aufgelöst und diese Aufgabe hat nach den Bestimmungen der Satzung der Verein übernommen.

Mit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten hat sich für die KGV viel verändert. Wichtige Gesetzesgrundlage ist nun das Bundeskleingartengesetz. Wichtig ist auch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Wenn die Anerkenntnis nicht bewilligt oder entzogen wird, gilt das Bundeskleingartengesetz mit vielen Schutzfunktionen für den KGV nicht mehr. Schwieriger ist auch die Verwaltung und Buchhaltung der Finanzen. Viele Untergliederungen müssen beachtet werden. Das Finanzamt kontrolliert dies.